Kartierung der Funktionsweise



Mechanik in Einzelteile zerlegt



Ansicht mit Kesseln

Zweiflammrohrkessel mit Beschickungsapparat

Zweiflammrohrkessel mit Beschickungsapparat

Dresden

Auftraggeber: TU-Dresden in Kooperation mit der FHTW-Berlin
Ausführung: Beatrix Alscher, G. Bormuth, Thomas Dempwolf, 2002

Es handelt sich hierbei um ein Modell eines Rostbeschickungsapparates für Zweiflammrohrkessel mit Ringschieberkohlenzuführung nach D.R.P. No. 169795 (1905) der „Münckner & Comp., Maschinenfabrik/Bautzen“, Spezialfabrik für Rostbeschickungs-, Kohletransport- und Bunkeranlagen. Das Modell wurde von der „Modell-Gesellschaft Cölln GmbH“, Alte Wallgasse 8/10 (laut Schild: „bedeutendste Spezialfabrik für Miniatur und Ausstellungsmodelle“) angefertigt. Eigentümer ist die Technische Universität Dresden (Objekt-Nr.: 72546-00) in deren Räumlichkeiten das Modell seit der Restaurierung präsentiert wird. Es handelt es sich vermutlich um ein Ausstellungsmodell / Messemodell der Herstellerfirma Münckner, welches der Universität übereignet wurde.

Historische Einordnung: 1920–1930 (nach Reichspatent von 1905)

Modelle beschreiben in der Regel einen Idealzustand. Daher war das angestrebte Ziel, sich dem ursprünglich sehr gepflegten Erscheinungsbild der Oberflächen im Rahmen der restauratorischen und konservatorischen Maßnahmen zu nähern. Dabei wurde eine differenzierte Herangehensweise gewählt, um einerseits die Ausstrahlung des technischen Modells zu gewährleisten und andererseits den Spuren der Alterung Rechnung zu tragen. Teilbereiche wurden daher einer rein konservatorischen Behandlung unterzogen während andere Bereiche aufwendig retuschiert und ergänzt wurden. Die fehlenden Glasscheiben der Abdeckhaube wurden mit einem ähnlichen Glas ersetzt.

Da es sich bei diesem Modell um ein Funktionsmodell zur Veranschaulichung mechanischer Abläufe handelt, beinhaltete das Restaurierungskonzept zudem die Wiederherstellung einer eingeschränkten Funktion zu Vorführungszwecken. Diese Maßnahmen erfolgten unter Rücksicht auf höchstmögliche Reversibilität und Bewahrung der Originalsubstanz.