Gaskandelaber im Haupteingang des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg



Gaskandelaber vor und nach der Restaurierung



Laterne vor und nach der Restaurierung



Säulenelement mit Resten der Beschichtung und Korrosionsprodukten



Säulenelement mit Arkanthusmotiv nach Reinigung und Beschichtung

Kandelaber

Kandelaber

Hamburg

Auftraggeber: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Ausführung: Alscher & Dempwolf Restaurierung GbR, 2009/2010

Als im Sommer 2008 der Bereich des lange ungenutzten ehemaligen Haupteinganges des Museums für Kunst und Gewerbe geöffnet wurde, staunte die neue Museumsleitung nicht schlecht, als zwei Gaskandelaber aus Zinkguss zum Vorschein kamen. Trotz abplatzender Farbe und von Korrosionskrusten bedeckter Oberfläche, war erkennbar, dass es sich um eine reich und fein ornamentierte Oberfläche handeln musste. Während der Gründungszeit des Museums galten schmückende Bauelemente aus Zinkguss als „state of the art“, auch Karl-Friedrich Schinkel und Leo von Klenze ließen ihren Bauschmuck aus diesem Werkstoff gießen.

Durch die Restaurierungsarbeiten wurde die ursprüngliche Ästhetik der mit klassischen Motiven versehenen Kandelabersäulen wieder rekonstruiert. Mit einem speziellen Strahlgut wurden die Korrosionskrusten entfernt, der ursprüngliche Beschichtungsaufbau rekonstruiert und modifiziert mit modernen Materialien wieder aufgebracht. Von der ursprünglichen Deckschicht, einem Anstrich aus Kupferplättchen, waren nur noch marginale Reste vorhanden, doch genug um eine verlässliche Aussage über die ursprüngliche Beschichtung zu machen. Verloren gegangen ist die ursprüngliche Form des Glühkörpers. Daher wurde in Zusammenarbeit mit Beleuchtungsspezialisten eine dezente Installation aus LED-Leuchten in der Lichttemperatur von Gasleuchten angebracht.

Kandelaber mit LED-Beleuchtung