Zustand vor der Bearbeitung



Erhaltung von Tonablagerungen

Gesicht einer Gottheit

Gesicht einer Gottheit: Kopf mit vier Gesichtern

Hohl gearbeitete Skulptur aus Messing auf Holzsockel

Auftraggeber: Privat
Ausführung: Beatrix Alscher, 2008

Das Konzept für die durchgeführten Maßnahmen richtet sich nach dem Anliegen das ästhetische Erscheinungsbild der Figur zu heben, unter dem Aspekt der konsequenten Bewahrung der vorhandenen Patina.

Die heterogene Oberflächenbeschaffenheit von stark kontrastierenden Schwarz- und Weißpartien wurde hierfür gemildert. Raue Korrosionsprodukte wurden geglättet und verdichtet, so dass die Oberfläche durch ihre erneute „Glattheit“ schwieriger Staub und andere Aerosole binden kann, welche wiederum Feuchtigkeit aufnehmen (hygroskopisch wirken) und hierdurch den Korrosionsprozess auf der Metallhaut fördern können.

Durch die Milderung der farblichen Kontraste wird die Plastizität der Gesichtsmimik gefördert, hierdurch lassen sich Konturen wie der feine Oberlippenbart wieder klarer erfassen, die Figur wirkt im Ganzen gepflegter und zeigt sich als eine geschlossene Einheit. Die vorhandene Patina wurde hierbei stets bewahrt, rötliche Tonablagerungen welche sich in Vertiefungen befinden und leicht körnig abbröseln wurden belassen, da diese die Herstellungstechnik der Skulptur dokumentieren und ein wichtiger Bestandteil der „Geschichte“ dieses Objekts darstellen.